Sardinien
03. Januar 2020

Sardinien

Nachdem wir so viel in dänischen Gewässern unterwegs sind, zieht es uns dann im Urlaub bei guter Vorhersage in den Süden. Wie immer fing unser Urlaub mit den fettesten Bedingungen an.

 

Glücklicherweise hatten wir mit der Fährfahrt noch Glück und erst bei Ankunft ging es so richtig los. Im Westen Sardiniens drehten die Wellen um das Capo Mannu und nachdem das große Capo komplett out of order war konnten wir uns zwei Tage am Stück am kleinen Kap vergnügen. Den Wind hätte man locker auf 4 Tage aufteilen können und zum Schluss war 3,6 das Segel der Wahl und eigentlich auch zu groß. Da es um die Kaps recht ordentlich rumströmt, braucht man allerdings ein bißchen Segeldruck um wieder zur Welle zu kommen.

Herrlich, daß der 70l  T-Wave auch in down the line Bedingungen mit etwas größeren Sidefins megagut funktioniert und mich immer wieder sicher zwischen den Riffplatten ans Ufer manövriert hat.

 

In diesem Sinne: Hapy new year!

Steffi Wahl
Dominik & Steffi
Bretagne
30. November 2019

Bretagne

Mittlerweile ist es schon fast zur Tradition geworden, dass wir im November & Mai für zwei Wochen Europa unsicher machen. Wobei Europa vielleicht übertrieben ist, denn die letzten Male hat es uns nach Dänemark, Cornwall, Sardinien und wie dieses Mal erneut nach Frankreich gezogen. Der Vorteil dieser Regionen liegt auf der Hand: mit dem Auto relativ schnell zu erreichen und bei jeder Wind- & Wellenrichtung findet man meisten innerhalb max. 1 Stunde einen Spot der funktioniert. Die letzten Male haben wir bereits festgestellt, dass es schon eine ordentliche Windvorhersage braucht damit man in der Bretagne einigermaßen Windsurfen kann und selbst dann ist man auf dem Weg nach draussen meistens nicht im Gleiten. Da ich persönlich gar kein Fan vom raus dümpeln bin, war ich sehr froh, dass ich nun ein größeres Board habe. Mit meinem 87er Fish schaffte ich es sogar ziemlich entspannt nach draussen. Ich brauche immer ein bisschen Wind im Segel damit ich Spaß habe, wohingegen Steffi und Dominik auch bei nahezu keinem Wind es immer irgendwie schaffen rauszukommen, wenn ich deren Geheimnis gelüftet habe werde ich berichten. ;-)

Der kompakte Fish Shape, welcher mir während der Dümpelfahrt nach draussen genug Auftrieb lieferte, fühlte sich auch in diesen Off-Side-Off Bedingungen ziemlich gut an. Was mir bisher am besten an dem Shape gefällt ist der Pop den das Brett beim auftreffen auf die Wellenlippe entwickelt. Das macht sich nicht nur bei Aerials bemerkbar sondern auch beim Springen im Allgemeinen. Gestern bin ich das Board nochmal als Twinser in der Ostsee gefahren und gerade hier macht sich der Fish Shape besonders gut. Frühes angleiten, kontrolliertes Springen, ordentlich Pop für Aerials, enges drehen und Beschleunigung zur Lippe über den hinteren Fuß sind die Hauptmerkmale die ich für mich herausgefunden habe. Ich habe verschiedene Finnensetups ausprobiert und mir gefällt (bisher) Twinser/Trifin für die Ostsee am besten, wenn die Wellen größer und sauberer sind wähle ich ein Quadsetup. Der Fish soll meinen Q-Wave nicht ersetzen, sondern ergänzen und der Plan scheint aufzugehen. In der Ostsee oder an Schwachwindtagen fahre ich den Fish meistens mit Segelgrößen von 4.4-5.2 (4.0 funktioniert für mich auch noch gut). Bei kleineren Segeln oder größeren Wellen bevorzuge ich nach wie vor den Q-Wave, wobei ich auf Sardinien auch schon einen 78er Fish gefahren bin und den ziemlich lecker fand...

 

Frithjof Blaasch
Dominik, Steffi, Friedel
Down the Line
14. Oktober 2019

Down the Line

Seit letztem Jahr etabliert sich ein kleiner, total schön organisierter Event in und um die Spots von Nørre Vorupør in Dänemark. Klaus Sörensen vom Westwind Surfshop in Vorupør bekommt dafür immer ein rund 46 köpfiges Teilnehmerfeld zusammen und bisher war das Glück mit Bedingungen auf seiner Seite. Dieses Jahr war es recht gemäßigt, aber man konnte surfen und bei "Down the Line" geht es ja auch einfach nur ums wellenabreiten und um das gesellige Zusammensein und um den gemeinsamen Spass auf dem Wasser. 


Mit gutem Timing und dem Fünckchen Glück kam die passende Set Welle durch und man konnte einige Turns auf der Welle machen. Was für ein schöner Samstag, der seinen Ausklang bei Pizza und Bier fand. 

Wir machen an diesem Wochenende immer einen kleinen gemeinsamen Ausflug und waren nebenbei auch ein klein wenig stolz: Friedel surfte dieses Mal ziemlich konstant und kam ins Finale, dann war aber irgendwie die Wellenmaschine nicht auf seiner Seite und er musste sich mit dem 6. Platz zufrieden geben. Steffi stand ganz oben auf dem nicht vorhandenen Treppchen ;) und ist super happy wieder zu windsurfen. Dominik hatte in seinem letzten Heat leider den Wellengroove nicht auf seiner Seite.... es gehört halt auch immer ein Fünkchen Glück dazu.

 

Platzierungen Jungs:

 

No.1 Max Droege
No. 2 Martin Ten Hoeve
No. 3 Kenneth Danielsen
No. 4 Mads Bjørnå
No. 5 Jan Malte Claus
No. 6 Frithjof Blaasch

 
Platzierungen Mädels:
 

No. 1 Steffi Wahl
No. 2 Caro Weber
No. 3 Diana Lohoff
No. 4 Freya Stelling
No. 5 Line Wittrup
No. 5 Maria Behrens


 

Sylt
08. Oktober 2019

Sylt

Irgendwie sollte es nicht sein, dass der Worldcup auf Sylt dieses Jahr ohne mich stattfindet. Genau 4 Monate nach meiner Verletzung in Hanstholm bin ich wieder in der Welle gefahren und das direkt im Heat gegen Lina! Aufgrund meines Ergebnisses letztes Jahr auf Sylt und der Rangliste hatte ich (noch) ein gutes Seeding und war relativ weit vorne gesetzt. Das wir dann ausgerechnet gegeneinander fahren, ist halt der Lauf der Dinge. Mir war es aber relativ egal und die Punkte auch... endlich wieder zusammen auf dem Wasser, in der Welle.

Puh, es ist echt irre, wie man so etwas vermissen kann und wie man es dann fühlt, wenn es endlich wieder soweit ist. Nachwie vor gibt es für mich nicht so viel Schöneres als auf und im Wasser zu sein, wirklich total egal wie die Bedinungungen sind.

Und auf Sylt hatten wir dieses Jahr echt fette Bedinungen: am ersten Samstag, eben dieser 4 Monate danach, sideshore von links mit echt genialen Wellen! Ein Traum. Mein Timinig war nicht existent, aber darum ging es auch gar nicht. Ich habe mich getraut. Und darüber bin ich total glücklick. Mein Kopf hat mir gesagt, dass der Fuss geht und sich nicht zurückhalten muss. Davor hatte ich ehrlich gesagt am meisten Angst. Eine Bremse im Kopf, die mir sagt, mach langsam. Sie ist nicht da und für diese Erkenntnnis war die Teilnahme auf Sylt perfekt. Man denkt an so viele andere Dinge und irgendwie gehts dann. 

Am Sonntag gab es dann schöne Wellen, side-offshore mit wenig Wind und die Jungs waren dran. Wir waren alle zum Spass draussen. Den Rest der Woche war der blanke Hans auf Sylt aktiv: onshore Sturm mit einem Hauch von rechts. Aber irgendwie war auch das genial. Montag war relativ massiv mit einer flussartigen Strömung, die einen kaum am Strand im knöcheltiefen Wasser stehen ließ.

Das Timing zum Rausfahren musste passen und da wir immer zwischen den Jungs fahren müssen, konnte man eigentlich auch direkt auf dem Wasser bleiben, da manchmal die 16 Minuten Heat-Dauer echt knapp zum rauskommen waren. Platz 6 war in Reichweite und ich pünktlich auf dem Wasser. Das 80l Board war perfekt um in der Strömung überhaupt rauszukommen. Mein Gefühl war, dass das alles gut geklappt hat und ich einfach draußen bleibe und schaue, wer 16 Minuten später wieder aufs Wasser geht... der Plan ist nicht aufgegangen, da mein letzter Wellenritt mich pauschal ans Ufer spülte. Das ganze war dann eher wie ein Triathlon:  surfen, schwimmen, den Strand hochrennen. Ich habs als Fußübung angesehen und habe mich gefreut, dass er das alles mitmachte....

16 Minuten lang hab ich es nicht geschafft rauszukommen und bin immer wieder gemeinsam mit anderen den Strand hochgerannt, zwischendurch kurz festgestellt, dass ich den Heat davor gewonnen hatte und als die grüne Flagge um Platz 5 hochging, gegen Iballa, habe ich eine Lücke erwischt und dachte eigentlich, dass ich es geschafft hatte. Weit unten, fast schon vor der Creperie am Meer, stellte sich dann urplötzlich eine 10m breite Wellenwand vor mir auf und versperrte komplett den Weg. Da griff dann doch mal die Angst und der Gedanke an meinen Fuss und ich entschied schnell, dass es das nicht wert ist: also mit Flachköpfer ab durch die Welle und dann fleissiges Schwimmen. 8 Minuten später war ich dann irgendwo im Süden des Veranstaltungsgeländes wieder am Strand und war froh, dass mein Material ganz wieder angespült wurde. Abgefahren, dass die Nordsee uns teilweise wie Spielbälle hin und her wirft. Sylt ist immer total speziell, speziell schön, speziell schwierig. Eben alles in einem: aber wenn das flache Herbstlicht über das Meer leuchtet und die brausende Nordsee darin tobt, dann ist es einfach nur total herrlich! 

 

Ergebnisse Frauen:

1. Sarah-Quita Offringa
2. Maike Huvermann
3. Justyna Sniady
4. Lina Erpenstein
5. Iballa Moreno
6. Steffi Wahl
............

Steffi Wahl
pwaworldtour.com / John Carter
last days of summer
02. Oktober 2019

last days of summer

Ende August haben wir eine ziemlich gute Windphase in Dänemark erwischt. Friedel konnte nach bestandender Prüfung auch noch ein paar gute Sessions abgreifen. Steffi war leider verletzungsbedingt noch nicht auf dem Wasser und hinter der Kamera in Aktion. Dafür gibts aber jetzt auch ein paar bewegte Bilder aus dieser Zeit. 

Kamera: Steffi Wahl

Musik: Lina Erpenstein

Dominik Röckl
Steffi Wahl
Dänemark
22. September 2019

Dänemark

Ein paar Bilder aus den letzten 2 Wochen in Dänemark. Eine perfekte Wetterlage bescherte uns 2 Wochen Wasserzeit vom feinsten. Von 3,3 bis 5,2 waren alle Segelgrößen im Einsatz.  Wir freuen uns schon auf den Herbst. 

Dominik Röckl
Steffi
Balticsea
21. September 2019

Balticsea

Letzte Woche Dienstag zog ein ordentlicher Sturm über die Ostsee hinweg. Zum Glück war dieses Mal die Richtung perfekt für unseren heimischen Spot, so dass wir nachdem Lernen beziehungsweise Arbeiten noch den Abend auf dem Wasser verbringen konnten. Steffi kann leider noch nicht wieder windsurfen und hat an dem Abend fleißig gefilmt. Dominik und ich sind unseren kleinen Q-Waves mit Twinser Seegrasfinnen (16,5cm) gefahren. Die Strömung war stark und ziemlich viel Seegras unterwegs, trotzdem haben die Bretter super die Spur gehalten und hatten genug Gleitpower zum springen. Für mich einer der besten Tage dieses Jahr ...

Frithjof Blaasch
Steffi Wahl
Hinter den Kulissen - Harz einfärben
09. Juni 2019

Hinter den Kulissen - Harz einfärben

Wir möchten euch einen Einblick hinter die Kulissen von Windflüchter Surfboards gewähren und in Zukunft einzelne Arbeitsschritte kurz vorstellen. Jedes Board ist ein echtes Unikat und wird nach wie vor von Hand gefertigt. Grund genug also, Lutz auf die Finger zu schauen und den Herstellungsprozess zu begleiten.

Jeder hat die Möglichkeit in unserem Editor sein eigenes Wunschbrett zu gestalten und neben den grundlegenden Merkmalen wie Shape/Model, Anzahl der Finnenkästen und Größe des Boards steht am Ende noch die Frage offen, wie das zukünftige Brett optisch aussehen soll. Dafür stehen im Editor verschiedene Designvorlagen zur Verfügung die jedoch individuell angepasst werden können, so dass das Board auch optisch ein Einzelstück bleibt. Wie kommt jedoch das individuelle und einzigartige Design/Farbe auf das Board?

Nachdem der Styroporkern mit Hilfe der CNC Fräse und in nachträglicher Handarbeit in Form gebracht wurde, wird dieser mit Glass- und Carbongewebe sowie PVC-Hartschaumplatten verstärkt (Sandwichaufbau) und am Ende nochmals mit Glass bzw. Carbon laminiert. Dabei muss Lutz sicherstellen, dass alle Fasern auch wirklich gut durchtränkt sind, deshalb wird mehr Harz verwendet als das Gewebe eigentlich aufnehmen kann. Da alle Windflüchter Boards ausschließlich im Vakuum laminiert werden, legt Lutz über die letzte Gewebelage ein Abreißgewebe mit einem Saugfließ auf. Das Abreißgewebe verbindet sich dabei nicht fest mit dem Laminat, lässt jedoch überschüssiges Harz passieren,  und der Saugfließ nimmt das überschüssige Harz auf. Dadurch wird im Vakuum verhindert, dass die Vakuumtüte nass am Laminat anliegt und sich somit selbst abdichtet. So wird während des Vakuumprozesses ein Zirkulieren der Luft gewährleistet, was dazu führt, dass der Vakuumdruck überall um das Board herum gleich hoch ist und somit das Laminat mit gleichmäßigem Druck verpresst und verklebt wird.

Nachdem das Harz ausgehärtet ist, wird das Board aus der Vakuumtüte geholt und das Abreißgewebe (Bild 1) entfernt. Beim Abreißen wird ebenfalls das Saugfließ mit dem überschüssigen Harz entfernt, so dass ein perfekt getränktes Laminat zum Vorschein kommt. Das Abreißgewebe hinterlässt eine Oberfläche, die das direkte Auftragen der abdeckenden Schleifschicht aus Epoxyharz („Sandingcoat“) zulässt. Dadurch ist ein Anschleifen nach dem Laminieren unnötig. Das spart Zeit, verringert Staubbelastung und verhindert ungewolltes "Durchschleifen" des Laminates. In das „Sandingcoat“ können dabei die gewünschten Farbpigmente eingemischt (Bild 2) und direkt auf das Gewebe aufgetragen werden (Bild 3). Damit besteht die Außenhaut des Boards nur aus Gewebe und einer einzigen chemischen Substanz: Epoxydharz. Sowohl zum Laminieren als auch für Sandingcoat und später auch Topcoat werden bei Windflüchter ausschließlich Epoxydharze verwendet, welche zu 50% aus nachwachsenden Kohlenstoffverbindungen hergestellt wurden.

Nach dem Einfärben, beziehungsweise Auftragen des „Sandingcoats“ (Bild 4) folgen selbstverständlich weitere Schritte, die wir in Zukunft kurz vorzustellen werden. Abschließend nochmal einige Punkte, die für dieses Verfahren im Gegensatz zum Spritzlackverfahren sprechen:

-  Geringere Umwelt- und Gesundheitsbelastung als beim herkömmlichen lackieren

-  Gewichtsreduktion

-  Langlebigkeit : eingefärbtes Epoxy ist härter und kratzfester als PU- oder Acryllack, die Boardfarbe kann somit nicht zerkratzt oder gar abgescheuert werden

Video: Ostsee
19. April 2019

Video: Ostsee

Letztes Wochenende machten wir uns zu dritt auf zu neuen Ufern und wurden mit schönen Bedigungen belohnt. Die Bedingungen waren nicht episch, dass war aber auch nicht vorhergesagt, aber durchaus spaßig. Dominik hatte sein kleines Board aus Platzgründen zuhause lassen müssen und war die Tage über mit seinem T-Wave unterwegs, während Steffi und ich auf dem Q-Wave das Wochenende verbrachten. Trotz der kleinen Wellen und des relativ leichten Windes war es ein ziemlich gutes Wochenende...

Frithjof Blaasch
Steffi, Dominik, Frithjof
Ostsee
11. Dezember 2018

Ostsee

Gestern war mal wieder ein Montag fürs Herz....
für uns an der Ostsee der Kieler Bucht ist WNW immer eine Traumvorhersage und wir hatten einen schönen Tag in Weissenhaus.

Friedel sprang abends noch ins Wasser und hat ein paar schöne Aufnahmen eingefangen.

Fahrer: Dominik, Friedel & Henrik

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